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Erftstadt wird an vielen Stellen grüner

Dank eines Förderprogramms wurden mehr als 350 Bäume gekauft – Bürger helfen beim Gießen

Kölner Stadt-Anzeiger vom 21.02.2021 von Horst Komuth

Zügig wird an verschiedenen Stellen der Stadt im Rahmen der Aktion „1000 Bäume für Erftstadt“ gepflanzt. Wie berichtet, hatte die Bezirksregierung zuvor 328 783 Euro dafür bewilligt. Von dem Betrag werden 368 Bäume erworben und ins Erdreich gesetzt. „Bei ihnen handelt es sich um schon recht große Exemplare, fast aus- schließlich heimische Laubbäume“, erläutert der städtische Biologe Jens Hoffesommer, der für die Koordinierung der Aktion zuständig ist. Der Geldbetrag für die Pflanzungen stammt aus dem NRW-Förderprogramm „Grüne Infrastruktur“. Die Fördersumme Geld steht bis Ende September diesen Jahres zur Verfügung. Da aber die Pflanzperiode für Bäume Ende März endet, wurden die Aufträge von der Stadt zügig vergeben. Zusätzlich gibt es aus dem Förderprogramm einen Gießwagen für die Kommune, der im Bauhof stationiert ist.

„Im Schlosspark Lechenich sind die Pflanzarbeiten seit Dienstag abgeschlossen. Die Firma Frissen & Zohren hat im Park 34 Bäume gepflanzt“, teilt die städtische Parkbeauftragte Sandy Wormland mit. Im Liblarer Schlosspark werden Bäume durch Mitarbeiter der Firma Jüngling gepflanzt. Insgesamt werden im Schlosspark Gracht 63 Bäume, im Liblarer Stadtgarten zehn Bäume und im Frauenthaler Gesundheitsgarten genausoviele Bäume ins Erdreich gesetzt.

Derweil ist auch die Suche nach Gießpaten erfolgreich angelaufen, berichtet Florian von Ley. Er hatte seinerzeit zusammen mit seiner Frau Claudia die Pflanzaktion ins Leben gerufen. Ihre Tochter Antonia, die im Alter von zehn Jahren gestorben war, hatte sich gewünscht, dass so viele Bäume gepflanzt werden. Schirmherrin der Aktion ist NRW-Umweltministerin Ulla Heinen-Esser.

Der Hagebaumarkt hat hundert Gießkannen gespendet. Familie von Ley bemalte die Plastikbehälter mit weißen Punkten und beschriftete sie. Einige Kannen hängen wie in einer Kunstinstallation an neugepflanzten Bäumen auf der Wiese vor Schloss Gracht. Tatsächlich hätten sich auch schon Familien gefunden, die beim Gießen mitmachen, berichtet Florian von Ley erfreut. Wichtig sei dabei, dass einerseits die Bäume in trockenen Witterungsperioden gut durch die Zeit kommen. Aber auch der pädagogische Effekt sei nicht zu verachten. „Wo Kinder Bäume gießen, wird auch weniger mutwillig zerstört“, erläutert der Familienvater.

Weitere Patenschaften gebe es für den Köttinger Spielplatz Im Längsbusch und für eine Wiese an der Peter-May-Straße. Erfreulich sei, dass sich auch immer wieder Bürger meldeten und berichteten, im Rahmen der Aktion Bäume in ihrem Garten zu pflanzen, um einen persönlichen Beitrag für die Sache zu leisten.

Überdies gebe es größere Aktionen von privater Seite, wie die Pflanzaktion im Gymnicher Schlosspark durch Besitzer Gerd Overlack oder die Baumspende der Tiefbaufirma Canönde.