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Antonia

Antonia
Wie alles begann

Antonias letzter Wunsch soll Wirklichkeit werden

Am 4. Juli 2019, zwei Tage vor dem Erftstädter Stadtjubiläum, ist unsere Tochter Antonia im Alter von zehn Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben: Friedlich, in sich ruhend, ohne Angst und erstaunlich weise. Vor ihrem Tod gab sie uns zwei Aufträge mit: »Mir geht es gut, kümmert euch um meine Geschwister!« und »Warum verstehen die Menschen nicht, dass wir ohne Bäume alle sterben werden?«

Antonia

Ihr Klassenlehrer Christian Rüschel beschrieb Antonia mit folgenden Worten: »Wir haben viel von ihr gelernt, denn sie sah immer das Beste in den Menschen, wollte viel lernen und weiterkommen. Sie war ehrlich, gerecht und hatte den Mut zur Wahrheit, dabei war sie fröhlich und unbeschwert. Sie war ein Mensch der Initiative und wollte die Welt zu einem besseren Ort machen. Dankbar erinnere ich mich an sie, sie hat unser aller Leben sehr bereichert und bis zum Ende den Trauernden um sie herum Hoffnung und Vertrauen geschenkt.«

Antonia ließ sich nie durch die Meinung der Mehrheit lenken und hatte ein erstaunliches Gespür für kleinere familiäre und größere gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Sie suchte nie die Verantwortung bei Anderen und überlegte immer: Was kann ich konkret tun? Zwei Ereignisse in Köttingen lösten ihre letzte Initiative aus: Zuerst erlebte sie mit ihren Geschwistern, dass eine riesige, bewaldete Brachfläche ohne erkennbaren Sinn vollständig gerodet wurde. Wenige Monate später wurde eine uns betreffende Grenzbepflanzung einseitig reduziert und wir anschließend dazu aufgefordert, einige nun über die Grenze reichende Äste zu entfernen.

»Wie kann es sein, dass die, die das Richtige tun, vom Papier (sie meinte die geltende Gesetzgebung) dazu aufgefordert werden können, das Falsche zu tun?«

Antonia wollte eigentlich 100.000 Bäume pflanzen; sie wollte dafür sorgen, dass das, was in ihrer und unserer Kindheit noch selbstverständlich war, zukünftig wieder normal wird. »Wir müssen zusammen mit der Stadt mit positivem Beispiel vorangehen, damit die Menschen wieder sehen, wie schön die Natur und Bäume sind!« Erst nach ihrem Tod fanden wir ihren Brief an Herrn Schulz (Amt für Grünflächen) auf unserem Schreibtisch. »Zusammen Wachsen«: So lautet das Motto unserer Stadt.

»1.000 Bäume für Erftstadt«: Antonias Auftrag. Bei 14 Ortsteilen ergibt sich eine durchschnittliche Bepflanzung von 72 Bäumen je Ortsteil. Bäume sind Leben, sie können Ortschaften und Menschen miteinander verbinden. Das Motto unserer Stadt »Zusammen Wachsen« könnte durch die Bäume ein auch für Kinder verständliches Gesicht bekommen.

Claudia und Florian von Ley